Die rezemo Kaffeekapsel hebt sich neben dem exzellenten Kaffeegeschmack, vor allem durch die revolutionäre, biobasierte und bioabbaubare Kapsel von den konventionellen Kaffeekapseln ab.

Unser neuartiger Werkstoff aus Holz und Pflanzenstärke (PLA) ermöglicht es uns eine Kapsel zu produzieren, die jeglichen Anforderungen an Haltbarkeit und Aromaschutz standhält. Um jedoch aus dem Basiswerkstoff ein Produkt zu erzeugen, welches eine solch komplizierte Geometrie aufweist, bedarf es einer speziellen Technologie. Rezemo nutzt hierfür das Spritzgussverfahren. Dieses Verfahren ermöglicht eine exakte Herstellung von Formen mit komplexer, dreidimensionaler Geometrie und findet weltweit den häufigsten Einsatz bei der Herstellung von Kunststoffprodukten. [1]

Die folgende Grafik zeigt den vereinfachten Aufbau einer Spritzgussmaschine.

Grundlegend wird hier ein Werkstoff, der in Granulat Form vorliegt zu einer zähen, homogenen Masse aufgeschmolzen. Als Ausgangswerkstoff verwendet rezemo ein Granulat des Holz/PLA Verbundwerkstoffes. Das Verfahren bedient sich zweier Faktoren, zum einen entsteht durch die Rotation der Extruderschnecke Reibungswärme und zum anderen wird die nun aufgeschmolzene Masse so homogenisiert. Unterstützt wird dieser Prozessschritt durch Heizelemente, welche die Temperatur zusätzlich von außen stabilisieren.

Anschließend kann die homogene Masse unter Druck in ein Formwerkzeug gespritzt werden. Hierzu fungiert die Schnecke als Kolben, welcher durch einen horizontalen Schub eine definierte Menge des Verbunsstoffes in das Kapselformwerkzeug einspritzt. Nachdem das Formteil, also die rezemo Kapsel, ausgehärtet ist, wird das Formwerkzeug geöffnet und die fertige Kapsel entnommen.

Dieser Prozess verläuft in der Praxis in einer enormen Geschwindigkeit, sodass sich das Spritzgussverfahren auch für große Stückzahlen eignet.

[1] Bonten, C. (2016). Kunststofftechnik: Einführung und Grundlagen, S.289